Unterstützungskasse vs Direktversicherung
Unterstützungskasse und Direktversicherung sind zwei Durchführungswege der bAV. Die Direktversicherung ist einfach, aber begrenzt; die Unterstützungskasse ist flexibler und bilanzschonend.
Ausführlich erklärt
Beide Wege führen zu einer Betriebsrente, unterscheiden sich aber grundlegend. Die Direktversicherung ist eine vom Arbeitgeber abgeschlossene Lebens- oder Rentenversicherung: schnell eingerichtet, geringer Verwaltungsaufwand, aber gebunden an steuerliche Beitragsgrenzen und historisch niedrige Garantiezinsen.
Die Unterstützungskasse ist eine eigenständige Versorgungseinrichtung ohne Beitragshöchstgrenzen. In der pauschaldotierten Variante bleiben die Mittel als Darlehen im Unternehmen und können in Sachwerte wie Gold fließen. Das macht sie flexibler und bilanzschonend, verlangt aber fachkundige Gestaltung. Für hohe Geschäftsführer-Versorgungen ist sie oft die bessere Wahl.
Unterstützungskasse und Direktversicherung im Überblick
| Kriterium | Unterstützungskasse | Direktversicherung |
|---|---|---|
| Beitragsgrenzen | Keine steuerlichen Höchstgrenzen | An § 3 Nr. 63 EStG gebunden |
| Liquidität | Mittel können im Unternehmen bleiben | Beiträge fließen an den Versicherer ab |
| Sachwerte / Gold | Einbindung möglich | Kaum Spielraum |
| Verwaltungsaufwand | Höher, fachkundige Gestaltung nötig | Gering, standardisiert |
| Eignung | Hohe & individuelle Zusagen, GGF | Einfache Standard-Versorgung |
- Unterstützungskasse: keine Beitragsgrenzen
- Liquiditätserhalt über das Darlehensprinzip
- Sachwertrückdeckung mit Gold/Silber möglich
- Bilanzschonend gestaltbar
- Direktversicherung schneller eingerichtet
- Unterstützungskasse erfordert mehr Gestaltung
- Niedrige Garantiezinsen sprechen gegen klassische Policen
Häufige Fehler
- Die Direktversicherung pauschal für jede Zusage zu wählen, obwohl Beitragsgrenzen greifen
- Den Liquiditäts- und Sachwertvorteil der Unterstützungskasse zu übersehen
- Die nötige fachkundige Gestaltung der Unterstützungskasse zu unterschätzen
Für wen geeignet
Die Direktversicherung passt zu kleinen Betrieben mit Wunsch nach einer einfachen Standardlösung. Die Unterstützungskasse eignet sich für höhere, individuelle Zusagen, Geschäftsführer und Unternehmen, die Liquidität halten und Sachwerte einbinden wollen.
Praxisbeispiel
Ein Unternehmen bietet der Belegschaft eine Direktversicherung, richtet für die höhere Geschäftsführer-Versorgung aber eine Unterstützungskasse mit Goldbaustein ein, weil die Beitragsgrenzen der Direktversicherung dort nicht ausreichen.
Häufige Fragen
Verwandte Begriffe
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Zusammenfassung
Für einfache Standardfälle genügt die Direktversicherung. Sobald es um hohe, individuelle oder sachwertgedeckte Zusagen geht, spielt die Unterstützungskasse ihre Stärken aus.
